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Das Trainingsraum-Konzept

Das auch als „eigenverantwortliches Denken in der Schule„ bekannte Programm geht von dem Grundsatz aus, dass Unterricht nur dann optimal läuft, wenn er ungestört stattfinden kann. Durch die Möglichkeit, nach festgelegten Ablaufstrukturen störende Schüler in einen anderen Raum zu schicken, wo eine ausgebildete Lehrkraft sitzt und das Kind auffängt und mit ihm die stattgefundene Störsituation bespricht und zwar frei von Sanktionen, fühlt sich dieser Schüler mit seinem Problem ernst genommen. Auf der anderen Seite können alle anderen in der Klasse ungestört arbeiten und sehen sich in ihrem positiven Lernverhalten bestätigt.

Die Einführung des Trainingsraummodells erfolgte im August 2007 nach einer kollegiumsinternen Fortbildungsreihe als ein Teilbereich zur Sicherung der Qualität des Unterrichts.


Drei Prinzipien liegen dem Trainingsraumprogramm zu Grunde:

- Jeder muss immer die Rechte der anderen respektieren.

- Jeder Schüler, jede Schülerin hat das Recht, ungestört zu lernen.

- Jeder Lehrer, jede Lehrerin hat das Recht, ungestört zu unterrichten.

Das Trainingsraummodell hat einen festen, engmaschigen, für alle zuverlässigen und durchschaubaren Ablauf und festgelegte Maßnahmen bei Verstößen.

Der Besuch des Trainingsraums versteht sich nicht als Bestrafung. Im Vordergrund steht die Eigenverantwortung des Schülers. Eine festgelegte Gesprächsführung durch die Lehrkraft im Trainingsraum soll die Schülerin, den Schüler dazu bringen, selbstständig einen Plan zu entwickeln, der dazu befähigt, Störungen des Unterrichts künftig zu vermeiden. Zusätzlich zu den Kindern und Jugendlichen sind auch deren Eltern in das Programm eingebunden, da sie bei gehäuftem Besuch ihres Kindes im Trainingsraum zu einem Beratungsgespräch in die Schule gebeten werden.

Von dem Programm versprechen wir uns neben einer deutlichen Reduzierung der Unterrichtsstörungen, dass Schülerinnen und Schüler mehr Zuwendung erfahren, was bisher durch die störenden Schüler nicht so gut gelingen konnte.



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